Struggels

 

Hello Ladies and Gentlemen

 

Time is running out *kicha*

Am Montag hat es BOOM gemacht. Die Bombe ist geplatzt und jetzt kann ich es euch ja erzählen ;o)

 

Wie die meisten vielleicht wissen hege ich nicht ein besonders gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Warum das so ist weiß ich nicht, ich weiß nur, dass es vor mehreren Jahren irgendwann mal angefangen hat. Es war für mich immer so ein Unbehaglichkeitsgefühl da und irgendwie wollte ich immer weg. Als ich mit 16 Jahren zu meiner Oma zog, tat ich das zwar auch weil ich mir immer noch ein Zimmer mit meiner Schwester teilen musste und endlich mein eigenes Zimmer haben wollte, aber hauptsächlich tat ich es aus dem Grund, dass ich nicht mehr da Heim sein wollte. Es lag immer eine gewisse Spannung in der Luft, es hat irgendwie immer geknistert. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich einfach einen anderen Entwicklungsweg als meine Eltern und meine Schwester eingeschlagen habe. Nun mit 18 bin ich dann in ein Beziehungsdrama geraten und als das diesen März dann endlich auseinander ging, musste ich erst mal zurück zu meinen Eltern. Nun es war keine gute Lösung, es tat mir nicht gut – ich fühlte mich wieder so beklemmt, gehemmt in meiner Entfaltungskraft, in meiner Persönlichkeit. Dieses Gefühl von Spannung – elektrisierte Luft. Dazu kommt das mir immer mehr die Differenzen in der Kommunikation meiner Eltern aufgefallen ist. Und ich immer mehr realisiert habe wie der Hase läuft und mir das ganz und gar nicht gepasst hat – die Umgehensweise läuft mir gegen den Strich, ich find es unfair. Nun gut, war ich also wieder zu Hause. Aber da ich mich nicht absichtlich noch kaputter mache als ich schon bin, habe ich mir am 1.Mai zwei Zimmer angesehen. Das eine davon bewohne ich nun seit Montagmittag.

Montagabend habe ich mich dann mit meiner Mutter getroffen und habe ihr davon erzählt. Begeistert war sie nicht. Aber das habe ich auch nicht erwartet. Nun ja. Werde ich halt sehen wie es weiter geht. Im Moment brauche ich erst mal Abstand, keine Ahnung wie lange das dauern wird. Ich weiß, dass ich mich sehr nach einer intakten Familie sehne, ich weiß aber auch, dass ich sie von meiner Familie nicht erwarten kann. Leider. Ich persönlich bin froh, dass es jetzt raus ist, denn es hat sehr auf mir gelastet, auch dieser letzte Monat, dieses rastlose Herumgereise. Es ist vorbei. Mich hat dieses Gespräch aber auch noch mal sehr viel Kraft gekostet, zwischen durch wäre ich fast umgekippt. Da merke ich erst wie sehr, dass Alles an mir nagt. Nun geht es mir schon wesentlich besser. Und es kann nur besser werden.

Aber

Maybe die Fetten Jahre sind vorbei.

 

I don’t know how much I can take.
Fear is in my heart
Immediately, when it stops it starts…

 

I can never life that way!

 

 

Die Sonne scheint nicht mehr – nur die schöne Sonnenblume auf meiner Fensterbank, bringt etwas Sonne, etwas Schein, dass es auch noch schöne Seiten im Leben gibt. Doch das wahre Ausmaß meiner Probleme scheint mir nicht im Geringsten bekannt. Ich werde erpresst, klein gemacht. In der Hoffnung, dass ich vielleicht angekrochen komme. Machtspiele. Unverständnis und Selbstsucht. Ich fühle mich schrecklich, weil ich nicht weiß wie ich leben soll. Ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann – aber zu einem Gespräch unter Einbeziehung einer fremden Person scheinen sie nicht bereit zu sein. Bzw. nehmen sie keine Rücksicht auf meine Situation, auf meine psychische Lage. Irgendwann reicht es jedoch.

 

Ich muss überlegen was mir lieber ist. Leipzig oder Chemnitz? Eindeutig Chemnitz. Sollte ich meine Ausbildung aufgeben um Anspruch auf irgendwas zu haben? Sollte ich mich in Chemnitz umsehen, ob ich nicht doch einen Ausbildungsbetrieb für Veranstaltungskauffrau finde? Finanziell kann ich meine Ausbildung nicht tragen. Finanziell gesehen, habe ich keinen Anspruch auf Unterhalt von meinen Eltern da sie mir die Ausbildung bezahlen, deshalb, sollte ich vielleicht die Ausbildung – dass was ich wirklich machen möchte – aufgeben? Um überhaupt irgendwie leben zu können? Wahrscheinlich. Ich weiß es nicht. Psychoterror – sie wollen mir nur zeigen, dass sie am längeren Hebel sitzen. Sollte ich mich dieser Gewalt beugen? Nein. Ich will mich nicht mehr beugen. Ich kann mich nicht mehr beugen. Ich habe mich zu lange schon verbogen um irgendwas zu sein. Um für irgendwas zu gebrauchen zu sein. Ich finde ich habe ein recht auf Leben!

 

This life is not enough.

 

Und wenn das so weitergeht, werde ich nicht mehr leben können. Vielleicht will ich dann nicht mehr leben. Weil mein Leben dann nicht mehr lebenswert ist? Weil ich nicht alleine bin, weil es da so eine handvoll Menschen gibt, die sich sorgen, die mal nachfragen wie es ist – ob ich Hilfe brauch, oder ähnliches, weil es für mich da draußen nicht nur eine besondere Person gibt, halte ich durch und Kämpfe ich um mein Leben, kämpfe ich um mein Recht auf Leben. Ich versteh es nicht. Und irgendwie möchte ich nur, dass es sich jetzt endlich alles aufklärt. Ich weiß es geht immer weiter, und ich werde auch weiter gehen, auch wenn es mir noch so schwer fällt.

 

 

6.6.07 09:50
 


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