Ach Kinder wie die Zeit vergeht.

Nun ist Himmelfahrt schon vorbei, das Radiocamp ist vorbei aber der Mai noch nicht. Doch schon ganz bald ist Ende Mai und dann kommt die Bombe zum platzen. Ihr dürft gespannt sein.

 

Was gibt es zu berichten?

 

Nun ja, ich denke die Welt ist rund, sie dreht sich und sie hört damit nicht auf. Ich denke auch die Welt ist schön bunt und es macht viel Spaß die Farben zu erkunden und fest zu stellen wie schön doch das Leben ist. Sind es nicht viel mehr die ganzen Kleinigkeiten, die unser Leben lebenswert machen? Ist es nicht viel schöner dem Alltag zu trotzen als im Alltag gefangen zu sein?

 

Oft frage ich mich, wie viele Menschen wirklich glücklich sind, bzw. wie viele Menschen es gibt, die mit gutem Gewissen sagen können mir geht es richtig gut. Aus meiner heutigen Sicht kann ich sagen, mir geht es richtig gut, wenn da nicht dieses eine Problem wäre aber auch das bekomm ich noch in den Griff und zwar bald. Denn der Mai macht alles neu. Und am 30. Mai ist der Weltuntergang ;o) …

 

So, also bin ich am Mittwoch erst nach Chemnitz und habe genau für nein bzw. gegen dieses Problem etwas unternommen und fühle mich schon weniger Hilflos und ich weiß das es nur noch besser werden. Und anschließend bin ich an den Bodensee gefahren mit vielen netten Leuten. Die Hinfahrt war echt stressig. Regen, und noch viel mehr. Das Wasser stand auf der Straße – Aquaplaninggefahr!!! Und tatsächlich Aquaplaning gehabt! Aber so wie ich nun mal bin, habe ich da sehr souverän reagiert und allen Beteiligten ist selbstverständlich nichts passiert. Ich fand es nicht mal so sehr anstrengend, vielleicht war die Fahrt ein bisschen Nervenaufreibend, aber immerhin konzentriert man sich so voll und ganz und die Gefahr eines Sekundenschlafs wird mehr aus dem Weg geräumt. Als wir dann endlich, nach acht Stunden Fahrt, angekommen waren, war ich auch gar nicht mehr müde. Aber bin dann doch sehr schnell eingeschlafen. Also konnte das muntere Treiben am Bodensee in bzw. bei Markelfingen im DGB-Jugendcamp beginnen. Und es begann mit Regen, Regen und nochmals noch mehr Regen. Also am Donnerstag wäre ich am liebsten gleich wieder nach Hause gefahren, weil einfach so scheiß Wetter war. Aber so ein Wetterchen hat auch seine Vorteile. Ich fand es sehr romantisch, wie der Regen so auf das Zeltdach getrommelt hat und wenn man da nicht allein (Beziehungstechnisch gesehen) gewesen wäre, wäre es bestimmt sehr kuschelig gewesen. Aber so Regenwetter regt einen nein mich auch immer stark zum Nachdenken an – über alles was so war. Manchmal ganz schön Anstrengend, vielleicht sollte ich weniger Nachdenken? Nein bestimmt nicht. Wenn ich mich nicht selbst reflektieren würde, wenn ich nicht über Sein und Nicht-Sein und auch nicht über positiv und negativ nachdenken würde dann wäre ich scheinbar ganz schön arm dran.

 

Aber es ist schon komisch, wenn man so in diese Phase des Nachdenkens kommt. Was für komische Gedanken einem da kommen und über welchen Kram man dann nachdenkt.

Manchmal glaube ich, dass es da draußen niemanden geben kann der mich versteht, der weiß warum ich so bin wie ich bin und der nachvollziehen kann wer ich bin. Und der mein Handeln versteht und nicht nur denkt, dass er mich versteht.

 

And so I wait to die here all alone
like the daylight dies while it is fading away
because nobody knows for sure
that the sun will burn through that cold night once more

 

Die Passage beschreibt gut diesen Gemütszustand der mich immer öfters befällt. Alles manchmal komisch. Ich bin irgendwie voll glücklich, könnte die ganze Zeit im Kreis grinsen, aber irgendwie fühle ich mich so beklemmt so bedrückt, so alleine irgendwie. Ich weiß das ich nicht alleine bin, dass wird mir täglich neu bewiesen. Doch irgendwie glaube ich auch zurzeit alle Menschen um mich herum zunerven. But why? Na ja, wird wohl dran liegen das ich am Bodensee war und das ich dort zwar viele nette Leute um mich herum hatte, mit denen ich auch reden konnte, aber so meine Freunde haben mir doch gefehlt. Also werde ich was dagegen tun und mich am nächsten Wochenende mit ein paar treffen. Sonntag ist ja schon verplant, wobei auch nur der Abend. Und dann am Montag – ihr solltet entweder Entdeckung gehen oder viel mehr für mich da sein, denn es wird schwer werden. Aber vielleicht verkrafte ich das auch viel leichter, als ich jetzt denke. Ich bin schon voll am Planen, wie ich es machen werde, wie ich alles so auf die Reihe bekomme. Ich bin gespannt, ihr dürft auch gespannt sein.

 

Ich hatte ein interessantes Gespräch. Ich denke, dass es Menschen gibt, die nicht in Harmonie mit einem anderen Menschen zusammen leben können. Aber auch für unharmonische Menschen gibt es Partner. Aber woher wissen wir, dass wir in einer Beziehung leben können? Woher wollen wir wissen, dass wir zusammen passen? Woher kann man die Kraft nehmen, die Angst vor einer Bindung zu überwinden? Ich weiß es nicht. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich eben diese Angst überwinden kann. Ich würde sie zurzeit sehr gern überwinden, aber irgendwie spüre ich immer wieder diese Schmerzen. Die mich irgendwie mein ganzes Leben schon begleiten. Ich denke ich bin schwer einschätzbar. Doof.

 

Aber warum so lange darüber nachdenken? Was ist wird werden und was nicht ist kann nicht werden.

 

Interessant ist auch, dass ich mittlerweile Menschen gut einschätzen kann bzw. ihre Verhaltensmuster gut in ihre psychische Lage einordnen kann. Wir alle haben unsere Last, wir alle tragen diese auf unseren Schultern, es gibt Menschen die wirklich gut diese Last verstecken können, andere wiederum brechen unter ihr zusammen und können mit ihr nicht Leben. Aber es kommt auch drauf an wie man mit seiner Last lebt. „Es gibt zwei Arten zu leben: erschrocken und die Launen des Schicksals hinnehmend, oder suchend und das Unmögliche wagend. Die erste Form ist nicht die Mühe wert, gelebt zu werden, doch die Zweite verlieht dem Leben seine wahre Schönheit.“[Ein Zitat aus dem Buch, welches ich gerade lese] Demnach machen wir es richtig wenn wir für unsere Ziele kämpfen. Und das sollte auch jeder tun. Sicherlich sagt man häufig Schicksal, kann man nichts tun. Aber nein, eben doch mach kann was tun und tut auch was. Ich denke, dass ich es schon dem Schicksal zu verdanken habe, dass ich dort bin wo ich jetzt bin – aber ich fordere mein Schicksal immer wieder aufs Neue heraus und kämpfe, für eine bessere Welt [auf meine Welt bezogen]. „Denn nur im Versuch, wird das Leben zur Poesie.“ Ich finde es sehr richtig, wenn man sich für das was einen wichtig ist einsetzt und es nicht hinten anstellt, weil es scheinbar tausend Dinge gibt, die einfach wichtiger sind. Wenn man nicht mehr für sich lebt, sondern nur noch für andere. Irgendwie komisch, aber solche Menschen scheinen Seelenlos zu sein. Haben sie den Sinn des Lebens verfehlt?

 

Die Frage stellt sich mir. Was ist das Schicksal? Und was ist unsere Seele? Was bedeutet Leben? Vielleicht sind wir doch alle nur Marionetten und die Untergrund Organisationen wie zum Beispiel die Illuminaten steuern uns und die gesamte Welt. Sind wir unter deren Kontrolle, haben wir jegliche Selbstkontrolle verloren und lassen uns vom Leben hin und her schubsen? Hm … ich weiß es nicht, ich glaube das auch nicht… bzw. fällt es mir diese Vorstellung sehr schwer.

 

Ich bin gerade etwas ratlos, denn diese Gefühlsschwankungen, es ist grauenhaft – schon fast lästig. Ich fühle mich leer und unnütz, ich fühle mich ausgelaugt und dann wieder voller Kraft. Es ist komisch. Vor allem ich weiß warum es so ist. Aber ich weiß nicht was ich dagegen tun kann. Ich nerve mich selbst und ziehe mich zurück von der Welt, obwohl ich doch teilhaben möchte. Ich ziehe mich zurück in der Hoffnung das mal jemand fragt was los ist, aber so ein Schwachsinn, es wird niemand kommen und fragen, wenn ich Beistand möchte, muss ich schon darum fragen und nicht hoffen das die Menschen da alleine drauf kommen. Ob ein Mensch in der Lage ist als Einsiedler zu wohnen? Ich mein die Märchen und Geschichten erzählen immer wieder davon, von Menschen die Jahrzehnte lang alleine durch die Welt gezogen sind, die keine einzige Seele gesehen haben oder von Menschen die hoch oben auf der Alm wohnen und die Menschen verabscheuen, weil sie ungerecht sind. Sicherlich, irgendwie sind die Menschen ungerecht, aber definitiv nicht alle. Aber viele!!! Oft wird das Wort Gesellschaft erwähnt, aber doch denkt jeder nur an sich selbst und macht nur für sich selbst. Das Wohlergehen anderer steht bei den Meisten sehr weit unten. Traurig – irgendwie. Aber ich habe jetzt erst gelernt, auch mal an mich zu denken und auch wenn andere sagen, dadurch wäre ich egoistisch. Ich habe mich immer für andere verbogen, die ganzen kleinen zwanzig Jahre die ich nun schon hier auf diesem Planeten leben darf, nun darf ich auch mal an mein Wohl denken. Und brauch nicht darauf achten ob es jenen – denen ich mich die ganze Zeit beugte – in irgendeiner Weise schmerz zu fügt. Wichtig ist, dass ich jetzt mein Leben wieder auf die Reihe bekomme und wieder einen freien Kopf habe und mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann und nicht pausenlos um mein Glück kämpfen muss und dann doch wieder zurück geschmettert werde. Aber all das hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin und ich bin stolz auf diesen Menschen, der ich bin. Und da durch das ich immer weiter gekämpft habe und nicht aufgegeben habe, bin ich der der ich bin und ich habe Kraft sehr viel Kraft. Aber auch starke Menschen dürfen einmal Schwäche zeigen. Und das ist gut.

 

Also bleibt euch selbst treu. Kämpf mit dem Herzen in der Hand, auch wenn es euch noch so viele Tränen in die Augen treibt. Es ist wichtig an sich selbst zu denken. Und man sollte sich selbst nie vergessen, denn wenn man sich selbst vergisst, wenn die Seele den Körper verlässt, ist mein eine Hülle von allen formbar und beeinflussbar. Lebt euer Leben, nehmt den Weg den ihr für richtig haltet und achtet nicht darauf was andere zu diesem Weg sagen. Sicher es könnte der falsche sein, es könnte aber auch der Weg zum ewigen Glück sein. Und dann? Ein richtig oder falsch gibt es in unserer Welt nicht bei der Wegwahl. Wichtig ist, dass man aus seinem Loch und seiner Kammer oder seinem Keller hervorkommt und lebt, sich der Welt zeigt und allen zeigt wie toll man ist und das man was verpasst, nicht gekannt zu werden.

 

Augen auf, beim Eier kauf!

 

=)

 

Soundtrack of the Blog:

 

Deadline – Wolves
Deadline – Earth.Revolt
Skaos – Pocomania
Kleeze – Welten daneben
Barcode – Beerserk

 

Special Thanks to:

M., S. (auch wenn du gerade wenig Zeit hast), M., D., B. B. … schön das es euch gibt

 

Stay tuned.

 

 

23.5.07 13:55
 


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