Neues aus Entenhausen, gefälligst?

Nun ja, wirklich eine katastrophale Woche – oder das Weekend before?

Auf jeden – Chaotisch, zu viel Gefühle, zu viel Ratlosigkeit. Aber was soll man tun? Sollte man sich gegen die Realität aufstemmen?

Ich nehme das Geschehen hin, und bin ziemlich Glücklich. Ich erkenne mich wieder. Ich merke langsam wie mein Ich wieder wächst. Es war mir nie so bewusste wie letzte Nacht, dass ich mich aufgeben hatte. Das ich mich für jemand geändert habe. – Völliger Unsinn – so was macht man doch nicht!!! Tja, ich wollte mich nie für jemand ändern, dann hatte ich es doch getan und nun sehe ich, dass es falsch war. Ich denke ich habe es gar nicht mitbekommen, wie ich mich für ihn geändert habe. Wie ich mich ihm angepasst habe. Wie ich eigentlich nur noch für ihn lebte. Nochmals: Völliger Unsinn – wie konnte ich nur!

Ich genieße mein Leben, ich würde viel dafür geben, jeden Tag so schöne Momente zu haben. Aber mir war gar nicht bewusst, dass ich jeden Tag wunderschöne Momente habe, dass ich jeden Tag mehr und mehr Kraft bekomme, dass ich jeden Tag und jede einzelne verfickte Minute, Sekunde – oder noch so kleinste Teile – genieße. Ich realisiere, dass ich auf keinen angewiesen bin, dass ich viel zu selbstständig bin um mir von irgendjemand ne Standpauke halten zu lassen. Mensch, ich bin nun mal so – und das ist gut so. Meinet wegen sollen Menschen denken das ich verquer wäre, das ich nicht haltbar bin. ABER das bin ich. Ich sauge die Schönheit der Welt auf, ich sauge die Schönheit jeder Momente in mir auf. Ich Speicher sie ab und hebe sie mir für schlecht Wetter Tage auf. Jawohl.

Nun gut.

Am 14.04. ist mein Onkel gestorben. Ich habe es natürlich nicht aus erster Hand. Nein, die Kombinationskraft meinerseits hat dazu sehr viel Beigetragen. Ich finde es überaus seltsam, dass man so was vergessen kann, dass man glaubt jemanden weiß zu machen, dass man da nicht dran gedacht hat. Ich weiß nicht genau, ob ich zu der Beerdigung gehen soll, ich würde schon gern – aber keiner hat mich gefragt, ob ich da vielleicht Interesse hätte. Doch liebe Umwelt, ich habe daran sogar sehr großes Interesse!

Am 22.04. ist mir dann einiges klar geworden, in Bezug auf jemand anderes. Leider musste ich zwangsläufig an vergangene Zeiten denken, und ich muss sagen, ich hätte nie gedacht, dass ich damit rein rutsche. Ich mein, es ist eigentlich das allerletzte – aber in Bezug auf die Gegenseite, ist es nicht schlimm. Auch da wurde ich dann wieder erst an meine erst kürzlich gewesene Vergangenheit erinnert. Es ist sehr wichtig, dass man mal aus sich heraustritt und mal von draußen guckt, was man eigentlich macht. Wichtig ist auch, dass man immer daran denkt, dass man glücklich ist – und auch in Zukunft glücklich ist. Wenn man keinen Sinn mehr sieht, sollte man aufhören. Wenn man sich in irgendeiner weise verrenkt oder falsch behandelt fühlt – sollte man nachdenken, sollte man vielleicht mal auf eine Rucksacktour, quer durch Europa, zum Nachdenken gehen. Soll helfen.

Ich habe in den letzten drei Tagen ein sehr interessantes Buch gelesen. Ich habe mich schon etwas mit der Hauptperson identifiziert, aber nur zum Teil nicht ganz. Ich war am Anfang, etwas überrascht, dass es kein echtes Ende gibt – aber von einer waren Geschichte, in der die Hauptperson noch nicht verstorben ist, kann man das schwer oder schlecht erwarten. Wobei – beim genaueren Hinsehen, sehe ich gerade, es ist gar nicht wirklich autobiographisch, sondern nur zum Teil. Auf jeden Fall, hat das Buch mich sehr berührt und ich habe einige Erkenntnisse dazu gewonnen andere habe ich wieder abgewandt.

Auf den letzten Seiten stand unter anderem folgendes:

„Der Gedanke kommt mir sonderbar vor. Die Leute hören nicht auf zu lieben? Die Leute hören nicht auf zu lieben, selbst wenn man nicht mehr da ist, nicht mehr direkt vor ihrer Nase, um sie täglich daran zu erinnern? Die Leute hören nicht auf zu lieben, auch wenn sie einem niemals wieder sehen? Die Leute hören nicht aus zu lieben, sogar wenn sie jemand anders lieben? Unmöglich: zu glauben, man könne, ohne anwesend zu sein, geliebt werden, wenn man noch nicht mal weiß, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden, wenn man da ist.“

War ein ziemlich krasses Buch, mit vielen ekligen Details, die man hätte lieber nicht wissen wollen, aber interessant und vielleicht gut, es jetzt zu wissen. Wen es interessiert das Buch heißt „Worüber niemand spricht“ und ist von Camilla Gibb. Ein Buch, das wenn man sich für seine Mitmenschen interessiert, oder wenn man ein schweres Schicksal hat, auf jeden Fall lesenswert ist.

Auch der letzte Satz hat es mir angetan. Der lautet: „Kein Wunder, dass sich Leute in meiner Nähe unbehaglich fühlen. Ich habe viel zu vie zu sagen.“

Aber diesen Satz, versteht ihr nur, wenn ihr mich wirklich kennte oder wenn ihr das Buch gelesen habt.

Nun gut, in diesem Sinne. Es wartet ein weiterer sehr schöner Tag auf mich. Heute Nachmittag steht ein Waldspaziergang mit Picknick an und ich freue mich riesig drauf. Morgen wird bestimmt auch schön. Am Sonntag ist Stadtparkfest. Wird bestimmt auch toll.

Ich bedanke mich für euere Aufmerksamkeit.

Stay tuned.
27.4.07 09:12
 


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